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Am 20. Juli 1944 verübte ein Offizier ein Attentat auf Hitler. Stauffenberg und andere Heeresoffiziere versuchten, das NS-Regime zu stürzen und den ausweglosen Krieg zu beenden. War es nur ein "Aufstand des Gewissens"? In welcher militärischen Tradition standen die Verschwörer? Und welche militärischen Überlegungen lagen ihrem Handeln zugrunde? Der Aufstand vom 20. Juli war auch ein Teil der Machtkämpfe innerhalb des polykratischen NS-Regimes. Er stellte den Versuch dar, den Kampf im Inneren zu einer Zeit zu führen, als ein Vorgehen gegen die SS und die Partei noch Aussicht auf Erfolg hatte. Der Band analysiert daher auch die militärischen Umsturzplanungen. Wie haben sich Attentat und Staatsstreichversuch auf das Militär der Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland, aber auch auf das österreichische Bundesheer ausgewirkt? Dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer grundsätzlich einer anderen Vorstellung von der Rolle des Militärs im Staat anhingen, machte es für die Nachkriegsarmeen nicht einfach, sich in die Tradition des Aufstandes gegen den Krieg und das verbrecherische Regime zu stellen